Grundlagen

Fine-Tuning

Definition

Fine-Tuning trainiert ein bestehendes Sprachmodell mit zusätzlichen Beispielen weiter und verändert dabei das Modell selbst — sinnvoll für Stil, Format und Verhalten, nicht für aktuelles Faktenwissen.

Beim Fine-Tuning bekommt ein fertiges Basismodell hunderte oder tausende Beispiele einer speziellen Aufgabe und passt seine internen Gewichte an. Das prägt einen festen Antwortstil, ein bestimmtes Ausgabeformat oder die Fachsprache einer Branche zuverlässiger, als ein Prompt es je könnte.

Was Fine-Tuning schlecht kann: frisches Wissen aufnehmen. Ein am Montag einfeintuntes Preisverzeichnis ist am Dienstag veraltet — hier ist RAG das richtige Werkzeug. Fine-Tuning verursacht zudem laufende Pflegekosten: Jede Modell-Generation kann ein erneutes Training bedeuten. Als Faustregel für den Mittelstand gilt: mit RAG starten, messen, und Fine-Tuning erst ergänzen, wenn ein konkretes Verhaltensproblem übrig bleibt.

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