Grundlagen

Kontextfenster (Context Window)

Definition

Das Kontextfenster ist die maximale Textmenge — gemessen in Tokens — die ein Modell bei einer Anfrage gleichzeitig überblicken kann: Eingabe, mitgelieferte Dokumente und die eigene Antwort zusammen.

Man kann sich das Kontextfenster als Arbeitsgedächtnis vorstellen: Alles, was das Modell für eine Antwort berücksichtigen soll, muss hineinpassen. Moderne Modelle fassen sehr große Fenster — hunderttausende Tokens, ganze Aktenordner. Doch mehr ist nicht automatisch besser: Zu viel irrelevanter Text lenkt ab und verwässert die Antwort.

Deshalb ist Context Engineering — die bewusste Auswahl, was ins Fenster kommt — oft wichtiger als die schiere Fenstergröße. In der Praxis liefert ein Retrieval-Schritt nur die wenigen wirklich relevanten Auszüge statt des gesamten Archivs. Das spart Tokens, senkt Kosten und verbessert die Trefferqualität zugleich.

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